Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Chur

In Chur habe ich ja hauptsächlich übernachtet, zwischen den Ausflügen nach St. Moritz und Arosa war leider nicht ausreichend Zeit, um mich wirklich mit der Stadt zu befassen. Im Nachhinein finde ich das etwas schade, weil es in Chur eigentlich viele interessante Caches zu entdecken gegeben hätte.

Blick von der Brücke auf den Fluss Plessur, links altmodische Häuser mit Giebeldächern, rechts der rote Wagen der Arosa-Bahn, im Hintergrund wolkenverhangene Berge

Jeweils vor bzw. nach meinen Tagesausflügen streifte ich durch die Stadt auf den Wegpunkten des Wherigo-Caches „Mr. Bond in GR“. Ein absolutes Highlight, die Geschichte lehnt sich an die Agententradition an (auf den einen oder anderen Sexismus hätte ich verzichten können, aber es ist wohl satirisch gemeint) und führt an unterschiedliche Orte der Altstadt. Verschiedenste Rätsel sind zu lösen, um jeweils zum nächsten Punkt zu gelangen, teilweise brauchte ich einiges an Überlegungsarbeit, bis mir ein Licht aufging. Die Final Location ist sehr liebevoll gestaltet, bei diesem Cache stimmt einfach alles!

schmale Gasse in der Altstadt, das unterste Geschoß des Hauses im Mittelpunkt besteht aus Steinquadern, es gibt nur sehr kleine vergitterte Fenster, die drei Geschosse darüber sind verputzt und mit Fresken dekoriert, die Fenster haben weiße Fensterläden

Das Wahrzeichen der Stadt ist der Steinbock (engl. Capricorn), im Wappen unter einem dreitürmigen Burgtor zu sehen. Den verschiedenen Darstellungen des Steinbocks im Stadtbild widmet sich ein Adventure Lab und ein dazugehöriger Bonus Cache. Schön fand ich auch den Virtual Reward Das Churer Licht 🕯, der eine originelle Aufgabe mit der Geschichte der Nachtwächter in Chur verbindet.

Arcas Platz, halb im Schatten, der rechte Teil mit schmalen, altmodischen Häusern, einem Brunnen und Tischen vor einem Café liegt noch in der Sonne, leicht bewölkter blauer Himmel

Erst vor Ort habe ich herausgefunden, dass der Schweizer Künstler HR Giger in Chur geboren wurde. Seine surrealistischen, dystopischen Werke haben mich schon vor Jahren fasziniert. In Chur ist ein Platz mit einem Brunnen nach ihm benannt, ein Museum mit seinen Kunstwerken ist jedoch in Greyerz beheimatet. Eine seiner Skulpturen steht im Garten des Bündner Kunstmuseums in Chur.

Mehrmals vorbei gegangen bin ich auch an der Fotostiftung Graubünden, die leider nur am Donnerstag geöffnet hat. Da hätte ich gerne einen längeren Blick hinein geworfen.

Allein mit den Geocaches in Chur hätte ich mich sicher noch mindestens zwei weitere Tage beschäftigen können. Also falls ihr nach Chur reist, nehmt euch gerne mehr Zeit, als ich es getan habe, die Stadt ist es Wert!