Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Bad Ischl

Ein Geburtstagsgeschenk konnte ich dieses Jahr nicht ablehnen: mit der ÖBB Vorteilscard am Geburtstag gratis ÖBB fahren. In einem Gespräch mit erweiterter Familie ergab sich dann knapp davor die Idee, nach Bad Ischl zu fahren.

imposantes weißes, einstöckiges Gebäude, das Vordach wird von 8 Säuen mit goldener Verzierung gestützt, darüber das Wort „TRINKHALLE“ Fußgängerzone in strahlendem Sonnenschein, vor dem blauen Haus rechts im Bild hängen Flaggen (EU, Österreich, Bad Ischl und Regenbogen), alle Geschäfte sind von Markisen geschattet

Schon beim Aussteigen aus dem Zug schlug mir die Hitze entgegen. 32 Grad waren dann doch deutlich mehr, als ich mir für meinen Geburstagswandertag gewünscht hätte. Von Schatten zu Schatten wanderte ich mit dem Hund erstmal durch die Innenstadt, entlang mehrerer Adventure Labs, die neben der berühmten Konditorei Zauner auch noch andere süße Verführungen sowie Sehenswürdigkeiten zeigten. Wegen des Wherigos Lovely Bad Ischl (leider nicht abgeschlossen), hatte ich eine virtuelle Sachertorte dabei und konnte nicht zum Zauner gehen. Mir war aber sowieso nicht nach Süßem, es war einfach zu heiß.

Metallstatue auf einem Steinsockel, ein Jäger hält die Hand ans Ohr, als würde er lauschen, neben ihm schauen zwei große Jagdhunde in dieselbe Richtung Blick durch einen Blättervorhang auf einen Springbrunnen, der Brunnen ist von rosafarbenen Blumen umringt, darin sind drei weiße Statuengruppen

Da ich in Begleitung des Hunds unterwegs war, konnte ich die Kaiservilla nur von außen begutachten. Da meine Zeit begrenzt war, hätte ich aber vermutlich eh keine Ruhe dafür gefunden. Den Park rundherum durfte hingegen auch der Hund besuchen. So gelangten wir durch einige schweißtreibende Schritte bergauf zu einer Aussicht, von der auch der gegenüberliegende Siriuskogl, der im Buch vom Literaturcache eine Rolle gespielt hatte, gut sichtbar war.

Ausblick auf die Stadt Bad Ischl, im Vordergrund grüne Wiese und Bäume, dahinter die Kaiservilla und der Kirchturm, der Himmel ist blau mit ein paar Wölkchen

Auf der Wiese neben dem Marmorschlössl stehen zwei Häuschen auf Füßen herum: eine aktuelle Kunstinstallation von Jakob Lena Knebl:

Die beiden Hütten auf Hühnerfüßen, Glinda mit Besen und Elphaba mit Rauchfang, sind Jakob Lena Knebls Interpretation der Behausung der Waldfrau Baba Jaga, einer Sagenfigur, die im slawischen Raum weit verbreitet ist. Ursprünglich als mächtige, weise alte Frau verehrt, wurde sie durch das Christentum zur Hexe umgedeutet. In unseren Breiten lässt sich die Figur der Baba Jaga am ehesten mit der Hexe aus dem Märchen Hänsel und Gretel der Brüder Grimm vergleichen. (Jakob Lena Knebl, Glinda und Elphaba, 2026)

Kunstinstallation, zwei Häuschen auf Füßen auf einer grünen Wiese, die Häuschen sehen wir Scheunen aus

Marmorschlössl, ein Haus mit dekorativen Türmchen und Erkern, die Säulen des Vordachs sind von Efeu überwachsen, das Haus macht einen verwunschenen Eindruck

Vor der Fahrt gelang mir noch die Lösung des Literatur-Caches Royaler Mord, knifflig versteckt, aber nach einigem Schauen und Grübeln doch noch gefunden. Der Hund entschloss sich während der Wartezeit zu einer dramatischen Geste und ließ sich hechelnd auf die Seite fallen. Mit Erfolg: Ein Gast aus dem nahen Gastgarten hatte diesen Stunt beobachtet und kommentierte: „Jössas, die Batterie ist leer!“. Und brachte dem Hund dann frisches Wasser, das natürlich viel besser schmeckte als meins aus der Flasche.

Haus mir der Aufschrift „Weinhaus Restaurant Cafe“, die Balkone und der Rand des Dachs sind weiß dekoriert, es sieht aus, als würden dort Häkeldeckchen hängen

Dem D-Rating von 4,5 hätte ich vermutlich entnehmen können, dass es für Bahnhof Bad Ischl mit einem Puzzle nicht getan sein würde. Das erste Puzzle konnte ich auf der Fahrt dorthin gerade noch fertigstellen und wurde prompt mit einem Link zu einem weiteren Puzzle beworfen. Spannend fand ich auch die Koordinaten für den LAB-Bonus Brunnen in Bad Ischl, die sich deutlich außerhalb von Bad Ischl am Fuße der Katrin Seilbahn befinden. Die Gründe für einen weiteren Besuch in Bad Ischl oder generell in der Gegend sind also vielfältig, ich möchte ja auch mal mit der Schafbergbahn fahren. Irgendwann in nicht allzuferner Zukunft schaffen wir das hoffentlich.

Pfaffenhofen an der Ilm

Hauptplatz mit schlankem weißen Kirchturm, die Sonne steht direkt hinter dem Kirchturm, der Turm wirft einen Schatten über den Platz, links von der Kirche im Vordergrund eine Bushaltestelle und ein bayrischer Zunftbaum

Letzten Herbst wurde ich auf das Konzept Housesitting aufmerksam (late to the party, I guess) und habe das hier in Pfaffenhofen an der Ilm zum zweiten Mal ausprobiert. Ich verbrachte zehn Tage mit einem freundlichen, aktiven Hund und drei Katzen in einem wunderschönen Haus im sonnigen, frühlingshaften Pfaffenhofen an der Ilm.

drei Tierfotos, links: eine offene Treppe von unten, zwei neugierige Katzen schauen zwischen den offenen Treppenstufen durch, rechts oben: zwei Hunde mit schwarzem Fell und ähnlicher braun-weißer Gesichtszeichnung, der größere Hund hat eine Pfote auf die Pfote des kleineren Hunds gelegt, rechts unten: eine zierliche grau-weiße Katze, sie steht auf einem Bord vor der Wand und schaut etwas skeptisch zur Kamera

Ein Wochenend-Highlight war die Wanderung auf dem Planetenweg in Scheyern. Es ist eine modellhafte Darstellung des Sonnensystems, bei dem die Abstände der Planeten zur Sonne und zueinander maßstabsgetreu dargestellt werden. Jeder Planet ist mit einer Art Hologramm in einem Glaswürfel auf einem Stein dargestellt und wird auf einer Tafel ausführlich beschrieben. Der Multi-Cache „Such Pluto“ folgt ebenfalls dem Planetenweg. Der Fotograf hat dort übrigens eine neues Objektiv ausprobiert und sehr träumerische Blütenbilder fabriziert.

weiß blühende Obstbäume auf einer Wiese vor einem altmodischen Wirtschaftsgebäude gedeckt mit braunen Dachschindeln zwei hochformatige Bilder nebeneinander, links: ein Glaswürfel mit Metallkanten, im Innenraum des Würfels scheint der Planet Saturn (erkennbar am Ring) zu schweben, es ist nur die rechte Seite des Planeten zu sehen, es schimmern die Pflanzen hinter dem Glaswürfel durch, rechts: ein Stein mit einem Glaswürfel darauf, darin ist ein größerer transparenter Planet zu sehen, er füllt den Würfel beinahe aus, das Schild darunter weist den Planeten als „Erde – der blaue Planet“ aus Feldweg am Waldrand, eine Person mit Rucksack geht von der Kamera weg, daneben zwei Hunde

Nach der Wanderung bietet sich die Einkehr im Kloster Scheyern an. Im Gastgarten der Klosterschenke lässt es sich wunderbar essen und trinken. Vor dem Heimweg besuchten wir noch das „Bücherkastl am Kloster“ und den Virtual „Kloster Scheyern (Virtual Reward 3.0)“. Wieder mal (aber natürlich nicht nur deshalb) war ich froh, den Fotografen dabei zu haben. Das benötigte Foto für den Virtual hätte ich ohne eine zweite Person nicht anfertigen können und wir waren tatsächlich allein im Klostergarten.

dekoratives Klostergebäude in weiß und hellrot inmitten eines Parks, links Kirchturm mit Turmuhr, rechts davon ein Wohngebäude mit einem Ecktürmchen

Die weiteren Tage in Pfaffenhofen verbrachte ich mit Erwerbsarbeit und Nachmittagsspaziergängen in Stadt und Umgebung. Südlich Richtung Niederscheyern gibt es einen schönen Spazierweg am Bach entlang, was mein Host-Hund sehr zu schätzen wusste. Stöckchen-spielen im Wasser fand der nämlich noch besser als Stöckchen-spielen am Weg. Lupo hat das aus sicherer Entfernung vom Fluss-Ufer aus beobachtet. An einer Stelle krabbelte ich jedoch cache-bedingt in eine Kanalröhre. Zu diesem Zeitpunkt war Lupo (ohne mein Zutun) versehentlich mit den Pfoten ins Wasser gerutscht und ist mir dann tatsächlich in die Röhre gefolgt. Fad wird uns jedenfalls nicht.

in einer Kanalröhre, unten fließen wenige Zentimeter Wasser, der Blick geht zum hellen Ende der Röhre, davor steht ein Hund mit dem Hintern zur Kamera

Anhand der zahlreichen Adventure Lab-Stationen durchquerten wir auch immer wieder den Stadtkern, der auch mit einigen interessanten Hausfassaden und typographischen Auffälligkeiten aufwartet. An Brauereien und Gaststätten mangelt es natürlich auch nicht. Alles in allem haben wir den Aufenthalt in Pfaffenhofen sehr genossen.

zwei Fotos mit Stadtansichten, oben: Schriftzug „Sanitätshaus“ in einer geschwungenen, eleganten, weißen Schriftart, darüber ein Heiligenbild an der Hauswand, unten: Hausfassade mit dem Schriftzug „f. Schmuttermayr“, weiter rechts „Spenglerei Installation“, die Schrift wirkt wie eine frei gezeichnete Schreibschrift

Berlin: Wannsee-Fähre und Flugplatz Berlin-Gatow

Bahnsteig der S-Bahn mit dem Haltestellenschild „Berlin-Wannsee“ in ebrochener Schrift, dahinter eine S-Bahn mit geöffneten Türen

Mit Schrecken musste ich heute feststellen, dass ich zwar die Bilder dieses Ausflugs vorsortiert, aber den Blog Post nie fertig gestellt hatte. Da seither etwas Zeit ins Land gegangen ist, wird der Text etwas übersichtlicher ausfallen müssen.

Blick vom Steg auf den Wannsee, links im Bild eine Fähre der BVG mit dem Namen Wannsee

Auf dem Wannsee lässt es sich mit der BVG-Fähre F10 vom S-Bahnhof Wannsee nach Alt-Kladow übersetzen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten und ist in einem BVG-Ticket für den Tarifbereich B eingeschlossen. Tickets können vor Ort am Automaten gekauft werden, Fahrräder und Hunde dürfen auch an Bord. In Alt-Kladow kehrten wir an diesem wunderschönen Frühlingstag gleich mal in den Biergarten ein, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg zum Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow machten.

braunes Militärflugzeug mit einer roten Spitze und einer Art langen spitzen Harpune vorne drauf

Das Museum auf dem Flugplatz Berlin-Gatow ist eine Außenstelle des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr und widmet sich der Geschichte des Luftkriegs – als jüngster Form militärischer Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert. (Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow)

Der Flugbetrieb wurde am 30. Juni 1994 eingestellt. Die Geschichte des Flugplatzes lässt sich auch auf Wikipedia gut nachlesen.

schwarzbrauner Hund im Vordergrund schaut auf ein großes Versorgungsflugzeug, dahinter der Hangar mit der Dauerausstellung des Museums

Im Außenbereich des Museums stehen auf dem ehemaligen Flugplatzgelände viele verschiedene Fluggeräte herum, thematisch gruppiert und mit farbcodierten Tafeln beschriftet. Im Hangar befinden sich die Dauerausstellung sowie zeitlich begrenzte Sonderausstellungen.

Ausstellung im Hangar, links ein hellgrünes Flugzeug mit zusammengeklappter Tragfläche und einem schwarzen Propeller, daneben ein schwarzer Helikopter Außenansicht des Tower-Gebäudes, davor zwei kahle Bäume eine Reihe an gelben Scheinwerfern auf Pflaster, die Scheinwerfer beleuchteten früher Start- und Landebahn schwarzbrauner Hund im Vordergrund vor der großen Schüssel eines Funkmessgeräts, dahinter ein Turm mit der Kuppel einer Radarstation

Der Eintritt ins Museum ist kostenlos. Hunde sind in den Außenbereichen erlaubt, jedoch nicht im Hangar. Auf den weitläufigen Außenflächen gibt es kaum Schatten. Dieser schöne März-Tag war daher ideal für unseren Besuch dort. An heißeren Tagen dürfte es im Außenbereich wohl eher unangenehm werden. Aktuelle Informationen auf der Webseite: Militärhistorisches Museum Berlin-Gatow.