Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

29. Februar

Donau-Oder-Kanal in der Lobau, flaches Ufer mit winterlich blattleeren Bäumen, trüber, bewölkter Himmel

Irgendwann im Frühjahr 2016 – jedenfalls nach dem 29. Februar – bin ich das erste Mal auf eine 365- bzw. 366-Tage-Challenge gestoßen. Da mir der 29. Februar in meiner Statistik noch fehlte, war schnell der Entschluss gefasst, die anderen fehlenden Tage nun gezielt abzuhaken, um dann am 29. Februar 2020 die Matrix vervollständigen zu können. Heute war es soweit.

Hund Melly hält Ausschau aus erhöhter Position

Da der 29. Februar dankbarerweise auf einen Samstag mit erträglichem Wetter fiel, entschloss ich mich, den Anlass mit einer Lobau-Tour zu feiern. Vom Ölhafen aus besuchte ich zuerst den Header dieser wunderschönen Serie. Der zweite Wegpunkt war dann gleich eine Altlast: Weltrekorde der Natur. Dieses gelöste Rätsel stand schon sehr lang auf der Liste, bei einem vorherigen Besuch im Sommer konnte ich die Dose trotz ausführlicher Suche nicht finden. Auch bei diesem Versuch irrte ich zuerst herum, bis sich schließlich durch das Baumdickicht meine Augen am Versteck verhakten und ich mit großer Freude endlich diese Dose loggen konnte.

östliches Ende der Donauinsel, vom Ölhafen ausgesehen

Der Mystery Das Stummerl und der Wilde führt zu einem besonders abgelegenen Platz, der Waldweg ist zwar noch deutlich zu finden, wird aber gerade von Schneeglöckchen überwuchert. Abschließen konnte ich dann auch noch den Multi O.M.L. #1 – Karlsbader Hütte, dessen Header ich letztes Jahr nur deshalb besucht hatte, weil ich ich mich wegen mangelnder Vorbereitung (Kartenmaterial nicht im Vorhinein heruntergeladen) im Wald verlaufen hatte. Diesmal war meine Tour gut vorbereitet, wenn ich auch den letzten geplanten Stopp dann wegen Müdigkeit ausfallen ließ. Der wird dann für die nächste Lobau-Tour eingeplant. In diesem Nationalpark gibt’s nicht nur noch viele Caches zu finden, es sind auch unendlich viele schöne Plätze in der Natur zu entdecken.

nebeneinander zwei Schneeglöckchenköpfe mit grünen Spitzen

Gaweinstal

Feldweg außerhalb von Gaweinstal, der Hund schaut Richtung Sonne und wirft einen langen Schatten

Im Norden von Wien hat sich dank der fleißigen Rätselaktivitäten des Waldläufers und einiger Beiträge von mir eine ziemliche Ansammlung von gelösten Rätseln gebildet. Das untypisch warme Wetter am 1. Tag des Februars erforderte einen Ausflug und aus Gründen entschied ich mich für die Autofahrt nach Gaweinstal. Der Start der Tour erwies sich als etwas holprig, Gaweinstal#60 Jahre Regierungsjubiläum zierte sich. Zum Glück konnte ich den Fehler aber noch aufklären und zu einem späteren Zeitpunkt auch diese Dose noch finden.

In verschiedenen Richtungen ging es durch Gaweinstal und aus Gaweinstal hinaus, alle im Voraus gelösten Rätsel wurden gefunden und am Weg konnten auch noch weitere ergänzt werden. Am Ende stellte sich dann heraus, dass ich mit besserer Vorbereitung noch zwei weitere auf der Route hätte finden können. Aber wer zu genau vorbereitet, kommt nie aus dem Haus …

Am Ende der Tour ergaben sich dann noch schöne Ansichten der sinkenden Sonne durch ein leichtes Wäldchen sowie dramatischer Himmel auf der Heimfahrt über der Autobahn. Davon gibt es leider keine Fotos, da der Akku vom Telefon (=Fotoapparat) bereits leer war (Vorbereitung und so …). Den Sonnentag haben wir gut ausgenutzt und die Freude auf längere Spaziergänge ist wieder geweckt.

Am 29. Februar steht außerdem das Finish der 366-Tage-Matrix an. Danach werde ich ein neues Projekt brauchen.

kahler, oben nach rechts geneigter Baum im Vordergrund, unter dem Baum im Hintergrund Gaweinstal mit Kirchturm

Berlin

Noch im alten Jahr konnte ich ein Langzeitprojekt abschließen: Jugendstil im Samariterviertel. Insgesamt vier Mal habe ich hier nach den Bildern gesucht, beim letzten Mal dann mit Verstärkung durch den Fotografen, der die fehlenden beiden Bilder entdeckt hat. Dann war jedoch noch eine Rückfrage beim Owner nötig, weil ich ein Bild „falsch gefunden“ hatte (also vermutlich etwas sehr ähnlich Aussehendes an einem anderen Haus). Diesmal spazierten wir also direkt zum Final und ohne den erweiterten Hint, den ich erst durch nochmaliges Befragen des Geocheckers erhielt, hätte ich auch wohl wieder ohne Fund heimgehen müssen. Das Versteck ist so genial gemacht, es wurde schon dunkel, es waren doch einige Menschen unterwegs. Mit dem Hint konnte ich dann aber das richtige Ziel lokalisieren und loggen.

Allee am Zentralfriedhof Friedrichsfelde in der Wintersonne

Zum Neujahrsspaziergang begaben wir uns auf den Zentralfriedhof Friedrichsfelde und lernten dabei, was ein Kolumbarium ist. Das Wetter war uns wohlgesonnen, was ein absoluter Glücksfall war, weil die Suche nach dem Cache zum Revolutionsdenkmal doch unnötig lange dauerte. Schon etwas ausgekühlt machten wir uns dann auf den Weg in Richtung des Evangelischen Krankenhauses Königin Elisabeth Herzberge (KEH).

Hauptgebäude Evangelisches Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge (KEH) Nebengebäude des Krankenhauses mit Ecktürmchen und Wetterhahn

Auf der Rückfahrt entdeckte ich an der Straßenbahnstation einen kleinen Greifvogel. Er setzte sich dann auch noch dekorativ auf die Straßenbahnmasten, so dass ich nach kurzer Suche im Internet sicher war, dass es ein Bussard ist.

dystopisch leuchtender Fernsehturm am Alexanderplatz