Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Veszprém

Am Donnerstag Nachmittag ergab sich eine Lücke in der Erwerbsarbeit, die ich schnell für einen Ausflug nach Veszprém nutzte. Einen Mystery Cache hatte ich vorab schnell lösen können; da mir für Ungarn noch sehr viele Cache Types fehlten, steuerte ich zuerst diesen an. Kurz nach meiner Ankunft gesellte sich eine mehrköpfige Familie dazu, die das Objekt, das ich mutmaßlich zu untersuchen hatte (eine abgestellte Feldbahn inkl. Lokomotive und Waggons), einige Zeit lang belagerte. Leider konnte ich auch nach ihrem Abzug trotz intensiver Suche nichts finden. Wie ich später dann feststellte, war das letzte Log eine Owner Maintenance vom Oktober 2024.

Blick nach oben auf den Burgberg, über einer Felswand und einer Ziegelmauer thront ein weißes, zweistöckiges Gebäude vor grauem Himmel

Auch aus dem vorbereiteten Multi wurde nichts: zuerst hatte ich WayPoints im Zentrum nahe der Burg zu besuchen, der weitere Weg hätte dann wieder in die Gegend geführt, wo ich zuerst gestartet war. Die Burg selbst wird seit einigen Jahren umfassend renoviert und instand gesetzt. Leider sind diese Arbeiten immer noch im Gange, die Autos der Arbeitenden verstellen den Blick auf die schönen Gebäude. Wenn die Renovierung fertig gestellt ist, werden die Autos hoffentlich verbannt, erst dann wird hier wirklich eine Burg-Stimmung aufkommen.

Jesus am Kreuz auf einem weißen Sockel, umringt von einem Zaun mit Spitzen oben, vor dem Zaun stehen einige Kerzen, rechts an der Ecke des Sockels schaut ein kleiner schwarzer Hund von der Kamera weg um die Ecke des Sockels

Immerhin konnte ich einige Traditionals verbuchen, unter anderem Veszprém Castle, wo ich erst nach einer gründlichen Radius-Erweiterung fündig wurde. Alles in allem nicht ganz der Ausflug, den ich mir gewünscht hatte, aber nichtsdestotrotz waren der Hund und ich am Abend rechtschaffen müde.

seitliche Ansicht der Burg, vorne ein grüner Weg, der rechts felsig nach unten abfällt, weiter hinten zwei weiße Gebäude über den Burgmauern, darüber sind die Spitzen zweier Kirchtürme zu sehen

Podersdorf am Neusiedlersee

Auf dem Weg ins Ungarische plante ich einen Zwischenstop am Neusiedler See, um zwei lange gelöste Mystery Caches abzuholen. Vor Ort brauchte ich außerdem ein Café, um einen letzten Blick auf den Erwerbsarbeitsstatus zu werfen. Ein Café war kaum zu finden, der Ort wirkte wie ausgestorben. Erst nahe der Strandpromenade fand ich eine kleine Eisbahn, neben der ein Stand warme Getränke anbot. In einem Nebenraum des geschlossenen Restaurants war auch drinnen sitzen möglich (eigentlich zum Aufwärmen für die Eislaufenden). Die erste Dose suchte ich trotz vollem Körpereinsatz vergeblich, der kalte Wind fegte mir durch Haare und Kleidung (eine Vorschau auf die nächsten zehn Tage, was ich damals natürlich noch nicht ahnte). Beim zweiten Mystery wollte ich auch schon fast aufgeben, als ich mit klammen Fingern die Dose aus einem unerwarteten Versteck zog.

Snackhaus an der Strandpromenade, es ist Winter, der Boden braun und kahl, der Himmel grau, rund um das geschlossene Snackhaus stehen Picknickbänke kleines, einstöckiges Haus am See, rundherum winterlich kahle Bäume, rechts steht ein kleiner Wohnanhänger, vor dem Haus hängt ein Rettungsring

Zum Leuchtturm wollte ich aber trotz Wind und Kälte noch gehen. Von dort war sogar ein Streifen Sonnenlicht zu sehen. Am Leuchtturm war der Wind noch stärker, zum Glück konnte ich hier mit einem Blick auf den Hint Klarheit schaffen und schnell das richtige Werkzeug zur Anwendung bringen. Diese Investition hat sich schon des Öfteren bezahlt gemacht.

Pier am See, links wird das Pier von Steinen begrenzt, im Vordergrund steht ein kleiner schwarzer Hund, der von der Kamera wegschaut, im Hintergrund ein Haus mit der Aufschrift „Sunset-Bar-Café“, dahinter ein rot-weiß gestreifter Leuchtturm rot-weiß gestreifter Leuchtturm am Ende eines Holzstegs, hinter dem Leuchtturm kämpft sich ein Sonnenstrahl durch die grauen Wolken

Nach meinem DNF-Log meldete sich skilaki mit Rückfragen und in weiterer Folge zusätzlichen Hinweisen zum Versteck. Also fuhr ich auf dem Rückweg nochmal hin und konnte nur bestätigen, dass sich hier einiges verändert hat. Mit einer von mir hinterlassenen Ersatzdose konnte ich dann doch noch einen Fund verbuchen. Der zweite Besuch hat sich auch des Wetters wegen gelohnt: Es lag ordentlich Schnee, See und Umgebung blieben verlassen, sahen aber deutlich anders aus als noch in der Woche zuvor.

oben Himmel, unten See, beide in ähnlich grauer Färbung, weit hinten eine Landzunge mit Bäumen, die ins Wasser ragt, das Ufer ist von Schnee bedeckt zwei Holstege, die ins Wasser ragen, die Oberfläche ist von Schnee bedeckt, unter den Balken haben sich Eiszapfen gebildet

Hrádek

Es ist in den letzten Monaten still geworden auf diesem Blog. Es ist nicht so, dass ich gar nicht mehr geocachen gewesen wäre, es hat sich irgendwie nur nichts aufgedrängt, dass ausreichend interessant gewesen wäre. Nun hab ich Anfang Jänner ein Wochenende Winterwandern im tschechischen Hrádek (Trhové Sviny), 15 Minuten außerhalb des Waldviertels verbracht. Die lokalen Multi-Caches habe ich versucht, jedoch nicht gefunden, am Ende war es nur ein einziger Traditional, den ich loggen konnte. Die Fotos sind jedoch in meinen Augen schön genug, dass es doch einen Post geben sollte.

großteils zugefrorener Bach inmitten von Schnee und Bäumen ein Auto-Anhänger im Schnee, es wirkt etwas wie ein Zirkuswagen, verschiedene Farbschichten sind teilweise abgefallen, was dem Wagen eine gescheckte Farbe verleiht Feldweg mit schwarzbraunem Hund in Schneelandschaft, in der Mitte ein kahler Laubbaum die Sonne scheint durch Nadelbäume, der Schnee am Boden glitzert im Sonnenlicht schwarzbrauner Hund auf einem kleinen Weg im Wald, die Sonne scheint durch Nadelbäume