Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Raabs an der Thaya

Hund Melly auf einer schmalen Fußgängerbrücke über die mährische Thaya

Ein lieber Freund lud uns zu einem Wochenende mit Freund*innen in Raabs an der Thaya ein. Der Hund durfte auch mit und somit hatte ich gute Gründe, mir auf zwei längeren Spaziergängen auch die Geocaches der Metropole Raabs an der Thaya anzuschauen.

Hund Melly auf einem Weg zwischen einer Felswand links und der mährischen Thaya rechts

Am Samstag spazierte ich zuerst einen Waldweg am Fluss entlang, der mich schließlich dann auch ins Stadtzentrum führte. Hohe Gelsenaktivität erlaubte leider kein längeres Suchen, was dazu führte, dass ich die Tour gleich mit einem DNF beginnen musste.

Grenzlandmuseum in Raabs an der Thaya mit einem Eckturm der früheren Stadtmauer MP3-Geocache mit der Displayanzeige „Lieber Geocacher“

Nahe des Grenzlandmuseums stieß ich auf das Highlight Wolfgang Amadeus Mozart, ein MP3-Cache, der durch Navigieren eines Mikrocontrollers und Beantworten einer Musikfrage zu den Finalkoordinaten führt.

Burg in Raabs an der Thaya, fotografiert von einem Aussichtspunkt am Thayatal-Radweg

Den Samstag beschloss ich ebenfalls mit einem DNF, die Angabe war bereits verwirrend (Hint mit Hinweis auf die Höhe 1,80m und Terrainwertung als rollstuhlgerecht passen in meinen Augen nicht zusammen).

Zusammenfluss der böhmischen und mährischen Thaya

Am Sonntag querte ich den Zusammenfluss der böhmischen und mährischen Thaya und bestieg den Burgberg, um den dahinterliegenden Lindenhof zu besuchen. Obwohl ich letztendlich alle Fragen beantworten konnte, wurde ich an den errechneten Finalkoordinaten leider nicht fündig. Die Außenausstellung zum Eisernen Vorhang und der Holzsteg zum Eremitage-Pavillon waren trotzdem sehr sehenswert.

Holzsteg, der hinter dem Pfarrhof zum Eremitage-Pavillon führt

Altenwörth

blau-weißes Boot am Ufer der Krems

Ursprünglich wollte ich die Harry-Potter-Runde in Altenwörth besuchen, die Logs lasen sich sehr interessant. Leider scheiterte ich schon an HP#1 Der Stein der Weisen und die Notwendigkeit einer UV-Lampe für einen Cache der Runde war mir in der Vorbereitung auch entgangen. Da ich mir auch unbedingt das Kraftwerk ansehen wollte, schlug ich zuerst den Weg über die Krems und dann weiter über den Kraftwerksbau zur Traisenmündung ein.

Mündung der Krems in die Donau, im Vordergrund eine ins Wasser ragende Steinspitze, dahinter ein Boot mit Angler, im Hintergrund Strommasten und der Turm eines Kraftwerks Brücke vor der Mündung der Krems in die Donau

Über eine Fuß- und Fahrradbrücke lässt sich die Mündung der Krems in die Donau überwinden, der Bau dient außerdem dazu, vor der Mündung ein ruhigeres Gewässer zu schaffen, das zum Bootfahren und Baden genutzt werden kann. Heute war es allerdings sehr windig und zum Baden noch eher zu kühl und es waren nur wenige Menschen am Flussufer unterwegs. Auf dem Landstreifen zwischen Krems und Donau wird gerade der Radweg erneuert, ein Teil des Ufers ist nicht begeh- und befahrbar. Der Zugang zum Kraftwerk ist aber trotzdem möglich.

Pfad durch den Wald, im Mittelgrund Hund Melly, im Hintergrund die Donau Krananlage am Kraftwerk Altenwörth

Über das Kraftwerk gelangte ich schließlich auf die Landspitze, die die Mündung der Traisen in die Donau überblickt. Während der Jause lief nur wenige Meter unter mir ein Marder vorbei (der Hund hat das zum Glück nicht bemerkt). Zwei Schwäne flogen laut schimpfend vorbei. Der dort angesiedelte Earth Cache „Traisen – Ein Fluss im Wandel der Zeit“ beschäftigt sich mit den Gegebenheiten von Flussmündungen, speziell der Mündung der Traisen in die Donau und berichtet auch Interessantes über die Revitalisierung der Traisenmündung als Lebensraum für Fische und Vögel im Rahmen des EU-geförderten Projekts LIFE+ Traisen. Leider beinhaltet der Earth Cache auch einen Besuch des Zusammenflusses der beiden Traisenflüsse Unrechtraisen und Türnitzer Traisen und das liegt dann doch eher in einer Gegend, wo ich nicht vorhatte, in absehbarer Zeit mal hinzufahren.

Mündung der Traisen in die Donau

Auf der Zwentendorfseite des Kraftwerks Altenwörth wurde dekorativ der Laufradmantel einer Turbine ausgestellt. Bei der Suche nach dem dazugehörigen Geocache wurde ich von Gelegenheitscachern erkannt, die Dose konnte ich allerdings allein finden. Dieses Objekt bildet auch die Headerkoordinaten des Multis „Die zwei Kraftwerke / The two power plants“, den ich dann nicht weiter verfolgt habe, weil er am Südufer der Donau weiterführt und ich ja noch die Harry-Potter-Runde geplant hatte. Die Gegend und die Thematik klingt aber durchaus interessant, ich habe mir den angefangenen Multi für später abgespeichert.

Laufradmantel einer Turbine des Kraftwerks Altenwörth

Für später abgespeichert habe ich mir dann allerdings auch die Harry-Potter-Runde, denn nach dem Rückweg über die Flüsse und dem Besuch des großartigen HP#3 Quidditsch im Wandel der Zeiten waren sowohl der Hund als auch ich ziemlich erledigt. Nach einem weiteren vergeblichen Versuch mit der #1 machten wir uns auf den Heimweg. Beim nächsten Mal vergesse ich dann hoffentlich auch nicht auf das Spezial-Equipment.

Leiser Wald

Friedenskreuz mit Freiluftaltar

Nachdem ich in meiner Liste gelöster Mysteries keine Wanderung finden konnte, die mich auch tatsächlich begeistert (das Ziegel-Trauma hält mich nach wie vor von Hochleithen fern …), stieß ich auf diese Runde aus 20 Caches, die von Ladendorf aus durch den Leiser Wald führt. Die Runde beginnt und endet am Friedenskreuz, wo auch bequem das Auto geparkt werden kann.

Aussicht vom Friedenskreuz auf Ladendorf, Felder, Windräder und leicht bewölkten Himmel

In der Nähe des Friedenskreuzes gibt es eine Urnenwiese, auf der Verstorbene „in einer biologisch abbaubaren Aschenkapsel“ in der Natur begraben werden können. Grabsteine sind nicht erlaubt, stattdessen können Sträucher oder kleine Bäume gepflanzt werden.

Wiese mit Margeriten und Mohnblumen

Der Weg führt teils durch den Wald, teils über Feldwege. Ein Rastplatz ist auch strategisch geplant.

Blick durch niedrige Baumäste auf ein Getreidefeld, das gerade von grün zu gelb wechselt

Die Traditionals der Runde sind allesamt liebevoll gestaltet und überlegt versteckt. Einige waren einfach zu finden, bei anderen musste ich doch länger suchen. Speziell die hängenden Dosen haben mir heute Schwierigkeiten bereitet. Die Mausefalle war auch nicht einfach zu finden und bei Nr. 19 stand ich kurz vor der Aufgabe (wäre das nicht der letzte gewesen, ich hätte bestimmt aufgegeben …).

Nahaufnahme von Getreideähren, die sich im Wind nach rechts biegen

Das Wetter war heute ausgezeichnet, nicht zu heiß und der Wind hat die bedrohlichen Wolken in die richtige Richtung geblasen. Unten auf dem letzten Bild ist übrigens der gleiche Baum zu sehen, zwischen den beiden Bildern bestehen etwa 10 Meter und weniger als eine Minute Abstand.

Doppelbild einer kahlen Birke, links mit blauem Himmel, rechts mit bedrohlichen Wolken

Den Abschluss bildeten der Bonus Cache der Runde und die beiden extra vorab gelösten Mysteries in Ladendorf. Sehr empfehlenswert.