Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Seven Sisters Country Park

Weg durch eine Salzmarsche, Wasser links und rechts des Weges, im Hintergrund grüne und gelbe Felder

Teil meines Besuchs bei der ausgewanderten Mugglefreundin und ihrer Familie war auch ein Ausflug in den Seven Sisters Country Park. Es handelt sich um einen Nationalpark, der mit seiner besonderen Landschaft, Vegetation und dem Tierleben besticht. Wir sind von der Busstation auf die Klippen hinauf gewandert, ein mittelanstrengender Spaziergang. Vor Ort sind aber auch Aktivitäten wie Kayak und Stand-up-Paddle-Boarding möglich. Während sich meine Begleitung mit Kaffee und Eis versorgte, konnte ich die nahe dem Eingang platzierte Dose in einem logischen Versteck finden.

weiße Feldklippen an der südenglischen Küste, links Hügellandschaft, mittig Klippen, rechts Meer weiße Feldklippen an der südenglischen Küste, rechts weiße Klippen, links Meer

Die weißen Kalkklippen an der südenglischen Küste zwischen Seaford und Eastbourne werden aufgrund ihrer Form Seven Sisters genannt. Sieben Hügel und Täler können auf der Strecke durchwandert werden. Wir haben nur etwa die ersten drei geschafft.

Weg mit Viehgatter, links Wasser, rechts im Hintergrund Kalkhügel

Auf dem Rückweg sammelte ich noch die notwendigen Informationen für den Earth Cache Marking martletsman’s Milestone. Das Listing des Earth Caches verrät einiges über die Salzmarschen, die die den Kalkklippen vorgelagerte Landschaft hauptsächlich prägen. Typisch für diese Küste ist auch der Shingle Beach, eine Strandform, die aus unterschiedlich großen Kieselsteinen (pebbles) besteht. Die Landschaft ist beeindruckend und obwohl der Park an diesem Feiertag gut besucht war, gibt es genug Platz, um sich nicht auf die Füße treten zu müssen. Ein sehr empfehlenswerter Ausflug.

Rom

Bei unserem Zwischenstop in Rom auf der Hinfahrt wollte ich in erster Linie den Vatikan besuchen. Auf der Rückfahrt setzte ich mir zum Ziel, noch möglichst viele Cache Types für Italien abzuhaken. Als erstes Tagesziel wählten wir das Kolosseum. Dort gerieten wir in eine riesige Touristenmenge, die mir gleich mal nachhaltig den Spaß an dieser Sehenswürdigkeit verdarb. Auch jede Menge Menschen, die Tickets oder irgendwas anderes verkaufen wollen, treiben sich dort herum. Wir umrundeten das Kolosseum großräumig und suchten als Nächstes einen Letterbox-Cache, der uns dann auch am Circus Maximus vorbeiführte.

Kolloseum, von hinten beleuchtet, rechts der Rand der eingestürzten Außenmauer Südseite des Kolloseums, teilweise eingerüstet, hier fehlt die Außenmauer, es ist direkt der innere Teil mit den Besuchergalerien zu sehen

An den imperialen Foren führt mehr oder weniger kein Weg vorbei. Den Adventure Lab hatten wir bereits auf der Hinfahrt begonnen, nun gelangten wir hier auch bis zum Bonus Cache. In der Nähe der Foren fanden wir auch einen ausgezeichneten Panini-Laden. Den einzelnen Mitarbeiter bei der liebevollen Zubereitung der ausgezeichneten Panini zu beobachten, hatte einen entschleunigenden Effekt auf meine hungrige Seele.

Forum des Augustus, Säulen und Ruinen, die von Gängen rundherum von Touristen betrachtet werden können Collage aus drei Fotos einer Möwe vor dem Forum des Augustus, links Möwe schaut mit schräg gelegtem Kopf in die Kamera, mittig Möwe sitzt auf einer Straßenlaterne, rechts Möwe im Profil Forum des Caesar, Säulen und Ruinen, im Hintergrund das Monument des Grabes des unbekannten Soldaten

Schmale Gassen führten uns schließlich noch in Richtung des Trevi-Brunnens, wo wir uns allerdings nur sehr kurz aufhielten. Die notwendigen Informationen für den Wherigo Ricixxx~WheriFontanaTrevi konnte ich ermitteln, jedoch war mir sehr nach Flucht zumute. Solche Menschenmengen waren mir schon vor der aktuellen Situation unangenehm und jetzt bin ich es erst recht nicht mehr gewohnt.

Trevi-Brunnen, dicht umringt von einer Menschentraube, die nur teilweise den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz trägt

Rom hätte zweifellos noch jede Menge mehr zu bieten, speziell abseits der Touristenpfade erwarte ich mir jede Menge interessante Gegenden und Ansichten. Eine weitere Reise nach Italien wird sicher in den nächsten Jahren statt finden.

enge Gasse in Rom mit einem Verbindungsteil zwischen zwei Häusern in Gelbtönen, mit grünem Bewuchs auf dem Dach

Palermo

Palermo war die Homebase des zweiten Teils unserer Sizilien-Reise und erwies sich in unterschiedlicher Hinsicht als wesentlich schöner als Catania mit seinem eher „industriellen“ Charme. Nicht zuletzt konnte ich in Palermo gleich zwei Meilensteine meiner Geocaching-Karriere feiern. Vorhersehbar war bereits, dass sich der 4.000 Fund im Rahmen dieser Urlaubsreise abspielen würde. Es wurde der Adventure Lab Cache Bonus Palermo – Patrimonio dell’Umanità Lab Bonus, der uns in eine bisher noch völlig unbekannte Gegend führte. Das zweite Highlight passierte jedoch überraschend. Dazu später mehr.

Teatro Massimo in Palermo, mit Quadriga über dem imposanten Portal, einem Säulengang rechts und Palmen im Vorgarten Kiosk in altmodischer Pavillon-Optik auf dem Platz vor dem Teatro Massimo, umringt von Leih-Rollern Kuppel der Chiesa di San Giuseppe dei Teatini

Einer unserer ersten Spaziergänge in der Stadt führte uns unter anderem zum Teatro Massimo, einem sehr beeindruckenden Theaterbau, der frei auf einem großen Platz steht. Der bereits oben erwähnte Adventure Lab zeigte uns vieles aus der Geschichte der Stadt, unter anderem auch die Piazza Vigliena, wo eine lokale Person den dortigen Geocache zu ihrer Aufgabe erklärt hat und diesen Suchenden offeriert. Von dort aus ist auch die Kuppel der Chiesa di San Giuseppe dei Teatini zu sehen. Abseits der historischen Altstadt kann Palermo jedoch auch mit viel modernem Graffitti glänzen.

Graffitti an Wohnhäusern in Palermo, links eine grafische Umsetzung eines Artisten auf einem Tier, mittig eine dunkelhäutige Frau mit Kopftuch vor einem Sonnenring, rechts ein Stillleben mit Totenkopf, Feuer und Krone

Unseren letzten Tag in Palermo begingen wir mit einem ausgezeichneten Frittura Mista Lunch auf einem Platz in einem Lokal, das offensichtlich sehr von Einheimischen frequentiert war. Der Fotograf durfte aus der ausgestellten Palette an Meeresfrüchten aussuchen, welche für uns in die Pfanne wandern würden. Obwohl wir von Plastiktellern aßen, war das vermutlich das beste Essen der gesamten Reise.

Frittura Mista, gemischte frittierte Meeresfrüchte auf einem Metalltablett, mit Zitrone als Deko

Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Spaziergang am Hafen. Palermos Hausberg Monte Pellegrino begutachteten wir nur von unten.

Palermos Hausberg, Monte Pellegrino, vom Hafen aus gesehen, im Vordergrund ein Segelboot im Wasser

Im Hafen von Palermo sind Schiffe und Boote unterschiedlichster Größen zu sehen. Das Kreuzfahrtschiff beobachteten wir noch am selben Nachmittag beim Auslaufen.

Motorboot an einem kleinen Steg, im Hintergrund ein gigantisches Kreuzfahrtschiff

Am Meer wurde es uns zu windig. Während wir also die letzte Stunde unseres Aufenthalts auf der windgeschützten Hotelterrasse verbrachten, tauchte spontan ein neuer Cache am Strand auf. Es waren nur 250 Meter. Wir hatten noch Zeit und ich konnte dem Ruf der FTF-Chance nicht widerstehen. Und tatsächlich hatte ich nach einiger Suche im beginnenden Zwielicht die frische Dose in der Hand. Mein erster FTF!

mein erster FTF! Dose und Logbuch mit meinem Eintrag an vorderster Stelle in meiner Hand