Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Hrádek

Es ist in den letzten Monaten still geworden auf diesem Blog. Es ist nicht so, dass ich gar nicht mehr geocachen gewesen wäre, es hat sich irgendwie nur nichts aufgedrängt, dass ausreichend interessant gewesen wäre. Nun hab ich Anfang Jänner ein Wochenende Winterwandern im tschechischen Hrádek (Trhové Sviny), 15 Minuten außerhalb des Waldviertels verbracht. Die lokalen Multi-Caches habe ich versucht, jedoch nicht gefunden, am Ende war es nur ein einziger Traditional, den ich loggen konnte. Die Fotos sind jedoch in meinen Augen schön genug, dass es doch einen Post geben sollte.

großteils zugefrorener Bach inmitten von Schnee und Bäumen ein Auto-Anhänger im Schnee, es wirkt etwas wie ein Zirkuswagen, verschiedene Farbschichten sind teilweise abgefallen, was dem Wagen eine gescheckte Farbe verleiht Feldweg mit schwarzbraunem Hund in Schneelandschaft, in der Mitte ein kahler Laubbaum die Sonne scheint durch Nadelbäume, der Schnee am Boden glitzert im Sonnenlicht schwarzbrauner Hund auf einem kleinen Weg im Wald, die Sonne scheint durch Nadelbäume

Berlin: Tegeler See

auf dem See im flachen Wasser mit Seerosen im Vordergrund, rechts Büsche am Ufer, die sich über das Wasser neigen

Gleich zwei Ausflüge hatten wir für dieses Wochenende in Berlin geplant. Da sich meine Anreise unerwartet um drei Stunden verlängerte (ein paar neue Verspätungsgründe bei der DB durchgespielt), kam ich nicht nur deutlich später sondern auch ziemlich erledigt in Berlin an. Nach einer erholsamen Nacht war ich am Samstag aber doch soweit, dass wir die geplante Fahrt zum Tegeler See in Angriff nahmen.

Bei Von Ort zu Ort reisen hatte ich kürzlich den Französischen Militärbahnhof Tegel entdeckt, ein weiterer Grund, um die Anreise nach Alt-Tegel einzuplanen. Das Gebäude ist aktuell teilweise von einem Gerüst verstellt, wir konnten es aber trotzdem umrunden und auch durch einige Fenster hineinschauen. Ein Saal wird offenbar als Veranstaltungsort genutzt (vermutlich vom daneben angesiedelten Seniore:innenzentrum?), wir konnten Tische sehen, auf denen Geschirr und Getränkeflaschen für ein Buffet vorbereitet waren. Hinter einer der Glastüren entdeckten wir Überreste eines früheren Fahrkartenschalters, noch mit französischer Beschriftung darüber. Das Schild, das beim Artikel auf Von Ort zu Ort reisen im Titelbild auf der Seite des Gebäudes hängt (Gare Française Berlin-Tegel), wurde nun wegen der Renovierungsarbeiten abgenommen und wir konnten es durch ein Fenster innen im Gebäude teilweise erkennen.

einstöckiges Gebäude mit zwei weißen Doppelflügeleingangstüren, vor einer Tür steht eine Holzbank und daneben ein Mistkübel, darüber hängt ein weißes Schild mit roter Schrift „Entree des Voyageurs“

Hochformat desselben Gebäudes, hier mit einer normalen weißen Tür, darüber ein Schild „Entree de Service“, vor der Tür im unteren Bereich des Bilds ein kleiner schwarzbrauner Hund

einstöckiges, langgestrecktes Gebäude, aus Ziegeln erbaut, die Mauern sind weiß gestrichen und mit braunen Balkenzeichnungen verziert, links im Bild ein nicht mehr genutztes Bahngleis (viel Unkraut wächst zwischen den Schienen)

Weiter gingen wir in Richtung See und passierten dabei auch das Feuerwehrmuseum Berlin. Am See angekommen ließen wir uns gleich mal im Seegarten für eine Stärkung nieder. Sowohl Fisch & Chips als auch Flammkuchen waren sehr gut, die Aussicht auf den See gefiel mir sehr gut.

Ursprünglich hatte ich gedacht, wir würden am See entlang spazieren und es vielleicht sogar bis zu einem Challenge Cache am gegenüberliegenden Ufer schaffen. Nachdem wir uns beim Minigolf und Bootsverleih Mühl ein Eis geholt hatten, standen wir auf der Tegeler Hafenbrücke und schauten aufs Wasser. Gedankenverloren meinte ich zum Fotografen, an dem Pfeiler da unten wäre wohl ein Geocache, für den es ein Boot bräuchte. Da ließ sich der Fotograf nicht lange bitten und kurz darauf bestiegen wir einen Kanadier.

Der Hund wollte zuerst GAR NICHT ins Boot einsteigen. Als ich ihn ins Boot gehoben hatte, klebte er an meinem Oberschenkel und war nicht besonders glücklich mit seinem Schicksal. Wir schipperten langsam los und gewöhnten uns ans Lenken des schwankenden Boots. Erstaunlicherweise gewöhnte sich auch der Hund recht schnell und schon kurz nach unserer Abfahrt stand er am Rand des Boots und schaute aufs Wasser.

schwarzbrauner Hund in einem Boot, der Hund schaut nach vorne zur Spitze des Boots (weg von der Kamera) in Richtung von zwei Schwänen, die vor dem Boot im Wasser herumschwimmen

Als wir den zweiten Traditional erreicht hatten, schauten wir auf die Uhr und beschlossen, dass wir es in der ersten Stunde wohl nicht zurück schaffen würden. Woraus sich die Möglichkeit ergab, einen der zahlreichen Wherigo-Paddel-Caches auf dem Tegeler See weiter zu verfolgen (es wurde Ne Runde Paddeln #6). Auf dem Wasser fiel es mir wesentlich schwieriger, Entfernungen zu schätzen und auch das Triangulieren mittels Kreisberechnungen war nicht ganz so einfach wie auf dem Land (und sei es nur, weil das Boot so schwankt und ein winziger Teil von mir große Angst hat, das Telefon ins Wasser fallen zu lassen). Schließlich gelang es uns dann, das flache Wasser am Ufer einer Insel zu erreichen, wo der Petling von einem Ast hing.

Foto eines Segelboots mit zwei aufgespannten weißen Segeln auf einem glitzernden See mit leicht bewölktem, blauem Himmel im Hintergrund

Nach dem Log machten wir uns auf den Rückweg. Der Rückenwind, den wir uns erhofft hatten, spielte nicht ganz mit, er kam eher von der Seite und machte ständige Kurskorrekturen notwendig. Mir zitterten schon etwas die Arme, als wir endlich unseren Heimathafen ansteuerten. Knappe zwei Stunden auf dem Wasser, nicht nur in den Armen, auch in Beinen und Rumpf spürte ich am nächsten Tag die Anstrengung des Bootsabenteuers. Wir verschoben daher den zweiten geplanten Ausflug in die Zukunft und genehmigten uns stattdessen eine Letterbox und Kaffee und Kuchen im Schlosspark Biesdorf.

Gloggnitz

Ein Tag mit weniger Hitze und weniger Arbeit ergab sich, da entschied ich mich kurzfristig für einen Ausflug. Ziel sollte das gelöste Rätsel Burgen und Schlösser …….Schloss Gloggnitz sein – ein Puzzle, das ich vermutlich irgendwann an einem dunklen Winterabend gelöst hatte.

Blick auf einen Fluss, der zwischen zwei gelb gestrichenen Häusern verläuft, im Vordergrund des Bilds bricht sich der Fluss über einige Felsen bergab

Nach einer Anreise mit etwas Verspätung und einmal extra Umsteigen kamen wir eine halbe Stunde später als geplant in Gloggnitz an. Wir kurvten erst mal durch die Stadt über mehrere Brücken an der Schwarza, vorbei an einigen Traditionals und Adventure Lab WayPoints, immer mit dem Schloss Gloggnitz als Zwischenziel im Blick. Wir bestiegen den Johannesfelsen, der mit einer verbreiteten Kombination aus Earth Cache, Virtual und Traditional ausgestattet ist.

Foto einer idyllischen Berglandschaft, dunkelgrüne Wälder, hellgrüne Wiesen, dazwischen ein paar bäuerliche Gehöfte, höhere Berge und leicht bewölkter blauer Himmel im Hintergrund

Der Aufstieg hatte schon seine Anstrengungen, aber es blieb temperaturmäßig erträglich. Die Aussicht am Final entschädigte für jeden einzelnen Schritt. Ich musste länger suchen als nötig, eigentlich ist die Dose leicht zu finden, ich hatte nur nicht genau genug geschaut.

Kapelle mit einem fast runden Grundriss, das Dach besteht aus 8 Teilen in zwei unterschiedlichen Größen, darauf ein niedriger Holzturm mit Uhr und Kreuz

Auf dem Rückweg klapperte ich noch die verbliebenen Adventure Lab WayPoints ab (wieder mal eine sequenzielle Anordnung ohne erkenntlichen Grund) und genehmigte mir schließlich am Platz neben der St.-Othmar-Kapelle ein Kaltgetränk zur Erfrischung. Heimreise ereignislos und wieder ein gelöster Mystery aus der Liste abgehakt, voller Erfolg!