Dosenkiwi

[fast ohne Spoiler]

Gloggnitz

Ein Tag mit weniger Hitze und weniger Arbeit ergab sich, da entschied ich mich kurzfristig für einen Ausflug. Ziel sollte das gelöste Rätsel Burgen und Schlösser …….Schloss Gloggnitz sein – ein Puzzle, das ich vermutlich irgendwann an einem dunklen Winterabend gelöst hatte.

Blick auf einen Fluss, der zwischen zwei gelb gestrichenen Häusern verläuft, im Vordergrund des Bilds bricht sich der Fluss über einige Felsen bergab

Nach einer Anreise mit etwas Verspätung und einmal extra Umsteigen kamen wir eine halbe Stunde später als geplant in Gloggnitz an. Wir kurvten erst mal durch die Stadt über mehrere Brücken an der Schwarza, vorbei an einigen Traditionals und Adventure Lab WayPoints, immer mit dem Schloss Gloggnitz als Zwischenziel im Blick. Wir bestiegen den Johannesfelsen, der mit einer verbreiteten Kombination aus Earth Cache, Virtual und Traditional ausgestattet ist.

Foto einer idyllischen Berglandschaft, dunkelgrüne Wälder, hellgrüne Wiesen, dazwischen ein paar bäuerliche Gehöfte, höhere Berge und leicht bewölkter blauer Himmel im Hintergrund

Der Aufstieg hatte schon seine Anstrengungen, aber es blieb temperaturmäßig erträglich. Die Aussicht am Final entschädigte für jeden einzelnen Schritt. Ich musste länger suchen als nötig, eigentlich ist die Dose leicht zu finden, ich hatte nur nicht genau genug geschaut.

Kapelle mit einem fast runden Grundriss, das Dach besteht aus 8 Teilen in zwei unterschiedlichen Größen, darauf ein niedriger Holzturm mit Uhr und Kreuz

Auf dem Rückweg klapperte ich noch die verbliebenen Adventure Lab WayPoints ab (wieder mal eine sequenzielle Anordnung ohne erkenntlichen Grund) und genehmigte mir schließlich am Platz neben der St.-Othmar-Kapelle ein Kaltgetränk zur Erfrischung. Heimreise ereignislos und wieder ein gelöster Mystery aus der Liste abgehakt, voller Erfolg!

Karlsruhe

Turm im Schlossgarten, ein gelb gestrichenes Gebäude mit mehreren Stockwerken und weißen Verzierungen an den Fenstern, darauf eine graue Kuppel mit einer Flagge an der Spitze, dahinter bewölkter Himmel

2019 war ich zum ersten Mal in Karlsruhe und auf der Gulaschprogrammiernacht, 2025 nun zum zweiten Mal. Ich reiste in Begleitung vom Hund bereits einige Tage vorher an, um etwas mehr Zeit zu haben, um die Gegend zu erkunden und dem Geocaching-Hobby nachzugehen.

Eine unerledigte Sache aus 2019 wollte ich wieder aufnehmen: Oberwald Nacht Cache - ONC. Leider ließen die letzten Logs keine Hoffnung auf einen Erfolg aufkommen. Meine diesbezügliche Reviewer Attention Note kam für mich zwar zu spät, scheint aber nun immerhin dazu zu führen, dass der Cache repariert wird. Hoffentlich habe bei meinem nächsten Besuch in Karlsruhe mehr Glück.

Ausblick von oben, im Vordergrund eine Terrasse neben der Bergstation der Turmbergbahn, dahinter die Häuser von Durlach, viele Wald- und Grünflächen, die Ebene streckt sich bis zum Horizont, auf dem kleine Wölkchen herumschweben

Sehr empfehlenswert fand ich den Aufstieg und die Aussicht vom Turmberg in Durlach (geplant und empfohlen vom Aufsteiger, der im Rahmen dieses Besuchs in Karlsruhe auch einen Cache zurück in sein Versteck geworfen hat, was ich keinesfalls unerwähnt lassen möchte). Die Turmbergbahn ist aktuell leider außer Betrieb. Ein Neubau der lt. Wikipedia „ältesten Standseilbahn Deutschlands“ (eröffnet 1888) wurde im Jänner 2025 beauftragt, zu sehen war davon im Juni 2025 noch nichts.

Der nicht ganz unanstrengende Aufstieg auf den Turmberg lohnt sich jedoch: Die Aussicht ist toll, es gibt ein nettes Bistro mit Essens- und Getränkeangebot und auch drei Geocaches, die sich ohne Vorbereitung bewältigen lassen. Der Earth Cache „Das Oberrheinische Tiefland“ verspricht eine interessante Aufgabe (das Zuordnen von Bildern zu geographischen Zonen), die leider nicht lösbar ist, da die Bilder nicht geladen werden. Der Virtual „Castrum Durlach (DE/EN/FR)“ verlangt etwas mehr Aufmerksamkeit, als nur ein Foto vor Ort zu machen, beinahe hätte ich eine benötigte Information vergessen … Der Traditional „Sightseeing - Turmberg“ ließ sich problemlos finden.

Nahaufnahme von Lavendel in strahlendem Sonnenlicht, rechts daneben führt ein Weg von der Kamera weg

Die Tage wurden zunehmend heißer, was die Bewegungsmotivation sowohl bei mir als auch beim Hund deutlich dämpfte. Bei unserer Entdeckungsrunde durch den „Garten für alle“ (AL) ergriff der Hund jede Gelegenheit, sich im Schatten unter einer der Sitzbänke zu verstecken. Gerne hätte ich mir die Inschriften und Mosaike genauer angesehen, die Sonne brannte jedoch so erbarmungslos auf uns herunter, dass ich mich auch schon sehr nach Schatten sehnte. Mehr Infos zum Garten der Religionen.

eine rot-schwarze Dampflok in Fahrt durch einen Garten mit Wiese und Wald, aus dem Schlot raucht es, hinter der Lok einige Waggons mit Personen darin

Im Schlossgarten landete ich immer mal wieder, es gibt viele WayPoints für Adventure Labs zu finden und einer davon ließ mich die Schlossgartenbahn entdecken. Am Donnerstagfeiertag sah ich die Dampflok fahren. An der Kasse fragte ich mich durch und bekam gemischte Antworten: ja, der Hund dürfte mitfahren, nein, das wäre die letzte Fahrt heute und am Sonntag könnte die Dampflok nicht fahren, weil es zu heiß würde. Eine Fahrt mit der Schlossgartenbahn steht also auf jeden Fall auf der Liste für meinen nächsten Besuch in Karlsruhe, es gibt dazu auch einen interessanten Mystery („Die entgleiste Lok“) zu lösen.

Innenaufnahme eines hohen Gebäudes, im Vordergrund strahlen einzelne Lichter, die an Schnüren gespannt sind, dahinter die Galerien der oberen Stockwerke und ganz oben das Gestrebe eines Glasdachs, draußen ist es bereits dunkel

Den Rest meiner Zeit verbrachte ich auf der GPN23 mit vielen lieben Menschen, die ich schon länger nicht gesehen hatte. Der Hund hatte dabei nach einer Eingewöhnungsphase auch Spaß und wurde ausgiebig rundherum geflauscht. Einen Ausstellungsbericht zum ZKM habe ich hier unter der Buchbesprechung veröffentlicht.

Trento

Eingang zu einer imposanten Burg, über dem Torbogen ein imposantes Gebäude mit einem Säulenbalkon, dahinter ein Turm, auf dem drei Flaggen wehen

Von Cuneo aus hatte ich eigentlich an den Comer See fahren wollen, das erwies sich in der Planung leider als sehr unpraktisch. Es war das Osterwochenende, eine preisgünstige Unterkunft in der Gegend, die ich mir wünschte, war nicht zu bekommen. Nach etwas Recherche entschloss ich mich für einen viertägigen Aufenthalt in Trento, der mich weniger kostete, als es zwei Nächte am Comer See getan hätten.

schwarzbrauner Hund liegt im Vordergrund des Bilds und schaut zur Kamera, dahinter ein hoher Turm mit einer Turmuhr und dnaben ein Brunnen mit einer Neptunfigur mit Dreizack

Wir starteten mit einem Kreuz-und-Quer-Kurs durch die Innenstadt. Wie auch schon in Cuneo entdeckte ich viele Häuser, bei denen im Rahmen von Restaurierungen Teile früherer Bemalungen freigelegt wurden und nun wieder sichtbar sind. Am Piazza Duomo gab es auch einen Virtual Cache und einen Earth Cache zu loggen. Nachdem ich die spiralförmigen Ammonitenfossilien in den Steinen am Boden erstmal gesehen hatte, fielen sie mir überall wieder ins Auge. Während ich sie inspizierte, wurden auch andere Tourist:innen darauf aufmerksam.

schwarze Dampflokomotive mit zwei großen rot gestrichenen Rädern vorne

Ein Mystery Cache beschäftigte sich mit der Geschichte der Eisenbahn in Trento. Trotz einiger Schwierigkeiten mit der Übersetzung aus dem Italienischen gelang mir die Lösung und ich konnte schließlich die Dose am passenden Finale finden.

Brücke über den Fluss Adige, das Wasser ist grün-grau, im Hintergrund eine Hügellandschaft aus Bäumen und Felsklippen

Nach den Streifzügen durch die Innenstadt wollte ich mal wieder etwas in die Natur. Da bot es sich an, den Berg Doss Trento zu besteigen. Das Mausoleum für Cesare Battisti ist von der Stadt aus gut sichtbar, nun wollte ich die Aussicht von oben sehen. Die Seilbahn Funivia Trento Sardagna konnte ich leider nicht benutzen, weil der Hund nicht erlaubt war, sonst hätte ich mich gern über den Fluss ins noch höher gelegene Sardagna tragen lassen. Die Seilbahn gehört zum öffentlichen Nahverkehr und fährt tagsüber in einem Viertelstundentakt. Wir überquerten den Fluss Adige also zu Fuß über die Brücke und sammelten dabei auch die Informationen für den Earth Cache „(Ale94) Il fiume Adige / The Adige river“.

Seilbahnkapsel mit der Nummer 2, die gerade über den Fluss Adige schwebt

Der Weg auf den Berg war nicht unanstrengend, wurde aber immer wieder mit schöner Aussicht belohnt. Schön war auch, dass immer wieder Eidechsen zu beobachten waren. Wenn eine mal schnell verschwand, wurde auch Lupo aufmerksam, da war die Eidechse aber immer schon weg. Oft hörten Lupo und ich überhaupt nur noch das Rascheln in den Gräsern entlang des Wegs. Nur eine ließ mich nahe genug herankommen, um ein sinnvolles Foto zu machen.

Eidechse auf einem braunen Stein, der ihr gute Tarnung bietet, der Kopf hebt sich gut sichtbar vom dahinter liegenden hellen Stein ab, der Schwanz ist eingeringelt und scheint den rechten hinteren Fuß zu berühren

Weg zu einem Befestigungstor, Weg und Mauer sind aus Steinen gebaut, links und rechts überspannen Bäume und Sträucher den Weg und die Mauer

Das Mausoleum ist auch aus der Nähe sehr beeindruckend. Die Säulen ragen hoch in den Himmel, ich konnte keinen Blickwinkel finden, aus dem ich das gesamte Mausoleum fotografieren hätte können. Da ich mit dem Hund laut den Schildern nicht mal in den Park hätte dürfen, habe ich auf die Besichtigung des Inneren verzichtet.

zwei Bilder vom Mausoleum Doss Trento, links eine seitliche Aufnahme vom menschenhohen Sockel und vier der Säulen, die einen Ring bilden, rechts die Säulen von einem Ring gekrönt vor blaumen, leicht bewölktem Himmel

zwei Fotos derselben Kirche nebeneinander, links die Ansicht der Kirche seitlich mit dem Fluss Adige im Vordergrund, rechts die Kirche näher und von der Vorderseite, neben dem Eingangsportal ragt ein dreistöckiger Turm Richtung Himmel

Beim Auf- und Abstieg kam ich auch an der Kirche Parrocchia di Sant’Apollinare vorbei. Sie steht am Ufer des Flusses Adige/Etsch und ist auch auf meinem Ausblickfoto weiter unten am linken Bildrand zu sehen. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Eingang zu einem besonderen Museum: In zwei früheren Straßentunneln unter dem Berg Doss Trento befinden sich seit 2007 zwei moderne Ausstellungsräume: die Galleria Nera und die Galleria Bianca. Im Schwarzen Tunnel (Galleria Nera) ist eine moderne Ausstellung zur Geschichte des Trentino zu sehen. Der Weiße Tunnel (Galleria Bianca) bietet Platz für temporäre Ausstellungen und Events.

Ausblick auf den Fluss Adige/Etsch und dahinter die Stadt Trento, links eine Felsküste und darunter die Kirche vom oberen Bild, mittig ein Kreisverkehr, der auf die Brücke vom oberen Bild führt, ganz im Hintergrund Berge mit Nadelwald

Unseren Aufenthalt in Trento habe ich sehr genossen. Es gab viel zu sehen und trotzdem war die Stadt insgesamt gemütlich. Aus den Brunnen fließt Trinkwasser, ich sah viele Menschen, die ihre Wasserflaschen an den diversen Brunnen in der Innenstadt auffüllten. (Da wurde mir klar, warum überall sonst in Europa sich an jedem Brunnen die Schilder „Kein Trinkwasser“ häufen.)

Auch in Trento durfte der Hund in einem Supermarkt im Einkaufswagen mitfahren, was mir den Einkauf von Proviant für die Heimreise sehr erleichtert hat. Eine tolle Entdeckung: Krambals Bruschetta in der Geschmacksrichtung „Forest Mushrooms & Butter“. Ich hatte die Packung schon leer gegessen, bevor wir auch nur die Nähe der österreichischen Grenze erreicht hatten …