Am Sonntag begleitete ich den Radfahrer nach Budapest und wollte die Gelegenheit nutzen, mir etwas von der Stadt anzusehen. Es war mein erster Besuch in Budapest und ich kann jetzt schon sagen, ich habe bestenfalls an der Oberfläche gekratzt. Wir trafen mit dem Regionalzug in Budapest-Kelenföld ein, wo ich nach einem Snack von der „Szendvicsbár“ (!) und einer Wartezeit auf dem sehr windigen Bahnsteig den Radfahrer verabschiedete und dann selbst in einen Zug stieg, der mich weiter nach Budapest-Déli transportierte. Von dort ist das Burgviertel von Buda zu Fuß erreichbar.

Mein erster Cache war der WiCD - Maria Magdalena Tower. Nachdem ich das Loggen in einer Ecke erledigt hatte, schaute ich mir auch die andere Seite des Turms an. Dort stand früher eine Kirche, es sind jedoch nur noch die Fundamente vorhanden. Nicht weit davon konnte ich auch wieder mal Ammoniten besichtigen, sehr beliebt für Earth Caches.

Dann ging es weiter zur Matthias-Kirche, wo ich dann erstmal mit plötzlichem Tourist:innenaufkommen konfrontiert wurde. Stellt sich raus: gleich hinter der Kirche befindet sich der Aussichtspunkt Fischerbastei, offenbar ein Tourist:innenmagnet, ich musste einen Zeitpunkt abwarten, um selbst ein Foto mit der Aussicht für den Virtual anfertigen zu können.

Nachdem ich die Gruppen hinter mir gelassen hatte, war mir erstmals nach etwas Aufwärmen. Leider war im Pub kein Platz frei, also spazierten wir weiter Richtung Kettenbrücke, wo dann erst recht der Wind tobte.

Nach einer Aufwärm-Pause wollte ich noch weiter spazieren, nur wurde mir schnell dermaßen kalt, dass ich gleich in die nächst gelegene Metro-Station flüchtete. Die Heimreise sollte sich dann noch in die Länge ziehen. Die Metro brachte mich zurück nach Kelenföld, dort musste ich leider feststellen, dass mein Zug ausfiel. Nach einigem Suchen im Internet und Übersetzen war klar, dass die Oberleitung auf meiner Strecke wegen des Winds beschädigt war und nicht absehbar, wann wieder ein Zug fahren würde. Eine Schalter-Mitarbeiterin schlug mir einen (mutmaßlich mehrstündigen) Umweg rund um den Balaton vor. Auf der Webseite fand ich einen Hinweis auf einen Schienenersatzverkehr von Székesfehérvár aus, was mir Erfolg versprechender erschien. In Székesfehérvár musste ich noch warten, selbst im noch geöffneten Bahnhofsbuffet war es kalt, im Bus dann auch, vollkommen durchgefroren stieg ich am Bahnhof von Petfürdö in mein Auto. Die Gesamt-Experience hätte ich mir zwar lieber erspart, aber eigentlich ist es gut gelaufen für die Umstände.
Ich schließe mit einem Foto eines Riesenrads in Budapest, das trotz der starken Windböen nicht nur in Betrieb war, sondern tatsächlich auch von Menschen benutzt wurde.
